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Geschichte der Italienischen Sprache

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    Die Geschichte der italienischen Sprache ist komplex, aber der größte Teil der modernen Standardsprache wurde durch Ereignisse vor kurzer Zeit entwickelt. Die ältesten überlebenden Texte, die definitiv als Italienisch erkannt werden können ( im Gegensatz zu dessen Vorgänger Vulgärlatein), sind gesetzliche Formulare vom Gebiet Benevento, das zwischen 960-963 CE datiert wurden. Italienisch wurde erst im 14. Jahrhundert durch die Werke von Dante Alighieri formalisiert. Dante vermischte in seinen epischen Gedichten die südlich-italienischen Dialekte, hauptsächlich Siziliansich mit dem angeborenem Toskanisch. Diese epischen Gedichte wurden kollektiv als La Commedia erkannt, zu dem Boccaccio später den Titel Divina anbrachte. Dante's vielgeliebte Werke wurden überall in Italien gelesen, und sein geschriebener Dialekt wurde zu dem kanonischen Standard, den alle verstehen konnten. Die Standardzierung der italienischen Sprache wird heute noch Dante angerechnet.

    Linguistisch gesehen, ist Italienisch eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht es dem Lateinischen in der Lautung, Vokabular und Grammatik am nächsten. Es wird hauptsächlich in der italienischen Halbinsel, im Süden der Schweiz, San Marino, Sizilien, Korsika, im Norden von Sardinien, im Nordosten des Adriatischen Meers, sowie in Nord- und Südamerika gesprochen.

    Die Grammatik des gesprochenen und populären Lateins, aus dem das moderne Standartitalienisch stammt, war schon wesentlich einfacher als das Latein der klassischen Literatur. Vieles, was im Latein als Änderungen der Gestalt der Wörter übermittelt wurde, wird heute in getrennten Sätzen oder Wörtern mitgeteilt, hauptsächlich durch Wortfolge (was im Latein äußerst flexibel gewesen ist, denn die logische Verbindungen in Bezug auf Wörtern konnte allein durch die Wortendungen, ohne Rücksicht auf Wortfolge, bemerkt werden).

    Durch die Änderungen in der Grammatik wurde es den Bewohnern der italienischen Halbinsel und Sizilien allmählich schwerer das Latein der christlichen Kirchdienste und der rechtlichen Dokumente zu verstehen. Bestimmte klassisch gebildete Schriftsteller in Florenz (in der heutigen Toskana) ließen sich von dem Wunsch beeinflussen, Prestige und literarische Dauerhaftigkeit in die damalige Sprache zu fügen und so ein neues "Italienisch" zu schaffen. Eine geschriebene Sprache entsprang aus der Verbesserung der gesprochenen toskanischen Sprache der späten 1100ern und frühen 1200ern. Die neue geschriebene Sprache wurde zu dem literarischem Mittel von vielen Autoren wie Dante und später auch von Ariosto, Boccaccio, Tasso und andere Autoren der italienischen Renaissance.




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